Supervision erklärt

Supervision ist eine berufliche Beratungsform. In einem geschützen Raum werden Fragen und Probleme besprochen. Der Supervisor hört aktiv zu und ermöglicht dem Supervisanden/der Supervisandin das Problem besser zu verstehen. Dabei bringt er seine Außensicht ein und hilft „blinde Flecken“ sichtbar zu machen. So kann der Supervisand/die Supervisandin eigene Lösungen entwickeln.

Für mich ist in diesem Vorgang das Bild der „Hebammenkunst“ leitend:

  • Neues/Anderes in der Arbeitswelt von Supervisand/Supervisandin will geboren werden, auf die Welt kommen.
  • Das geht einher mit „Geburtswehen“,  Schmerzen und Krisen. Im Berufskontext können das Veränderungen in der Einrichtung/Firma oder im Team, im kollegialen Umfeld sein. Vielleicht steht aber auch Karriereentwicklung oder Berufs-/Stellenwechsel an. Oder es handelt sich nur um ein diffuses Unbehagen, dessen Ursache noch zu klären sind…
  • „Gebären“ ist ein aktiver Vorgang, die Fähigkeit und Kraft dazu ist im Menschen selbst. So auch in der Supervision: Lösungen entwickeln, Ressourcen dafür aktivieren und Neues gestalten tut Supervisand/Supervisandin selbst. Fähigkeit und Kraft sind da.
  • „Hebamme“/Supervisor unterstützt dabei, mit den je eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Die Arbeitsform in der Supervision ist grundsätzlich das Gespräch auf Augenhöhe (in der online-supervision das zeitversetzte Schreibgespräch).  Aus dem systemischen Ansatz kann es durch Übungen wie Skalieren, Konstellationenstellen etc. erweitert werden.